Alles über Wirtschaft

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Manager Magazin 10.04.11

Von Markus Gärtner

WENN FIRMEN DIE FLUCHT ERGREIFEN

Es brodelt zwischen den Topetagen der Wirtschaft und der Politik. Denn die pocht seit der kostspieligen Rettung der Finanzindustrie auf stärkeren Einfluss. Noch drohen nur wenige Konzerne mit Abwanderung. Doch die Verhandlungsmacht der multinationalen Player wächst.

Hamburg - Großbritanniens führende Bank, die HSBC, droht mit einem Umzug von London nach Hong Kong: Die Steuern seien zu hoch und die Regulierung nehme überhand, lautet die Begründung.

Die norwegische Statoil, einer der größten Ölkonzerne auf dem Planeten, hält die Arbeit an zwei Nordseeprojekten an. Um "zu pausieren und zu reflektieren", wie das Unternehmen mitteilt. Grund für den Bummelstreik ist die Anhebung der Fördersteuer um 12 Prozentpunkte im März.

Caterpillar, der größte Produzent von Ausrüstungen für das globale Baugewerbe und die Minenindustrie, droht den Bundesstaat Illinois zu verlassen. Der Auslöser hier: Höhere Steuern, wie Chef Doug Oberhelman in einem Brief an den Gouverneur schrieb.

Die UBS empfiehlt unterdessen der britischen Barclays-Bank, ebenfalls die Koffer zu packen. Wieder geht es um Steuern, Industrieaufsicht und Staatseinmischung.

Weiterlesen: Wirtschaft gegen Politik

 

Manager Magazin 30.03.11

Von Markus Gärtner

Industrie versteckt Inflation in kleineren Tüten

Als getarnte Inflation schleicht sich die Preislawine an die Verbraucher heran. Einer Welle gleich verkleinern Hersteller heimlich ihre Packungen, um nur ja keine höheren Preisschilder darauf kleben zu müssen - und riskieren mit der Tarnung des Kostenschubs, der sie zuvor selbst getroffen hat, ihr Renommee.

Hamburg - Sie pumpen mehr Luft in die Chipstüten und füllen weniger Knuspriges ein. Sie machen größere Einkerbungen in die Gurkengläser, damit weniger abgefüllt werden muss. Und sie schrumpfen Verpackungen so, dass die Verbraucher es beim Blick ins volle Regal nicht sehen können: Mit weniger Inhalt bei gleichem Preis verteidigen Lebensmittelhersteller plötzlich wieder ihre Gewinnspannen - weil ihre eigenen Produktionskosten infolge der eskalierenden Inflation in die Höhe schnellen.

Weiterlesen: Waschmittel und Windeln

 
 

Manager Magazin 16.03.11

Von Markus Gärtner

Weltwirtschaft in der Japan-Zange

Es ist ein globales Netz, und es ist gestört. Japan droht als Lieferant für Fabriken von San Francisco bis nach Oberbayern auszufallen. Zugleich platzen Milliardenexporte in die Krisenregion. So droht Japan zum Engpassfaktor der Weltkonjunktur zu werden - und auch Deutschlands Aufschwung zu bremsen.

Vancouver - Die Katastrophe in Japan wird auf die gesamte Weltwirtschaft ausstrahlen. In Brasilien sorgen sich Anleger um die Kurse ihrer Anleihen, weil Japan im südlichen Teil des amerikanischen Doppelkontinents viel in Bonds investiert hat und wohl einiges von dem Kapital für den Wiederaufbau abziehen muss. In Singapur, dem führenden Umschlagplatz Südostasiens, werden sämtliche Lebensmittel aus Japan auf atomare Strahlung untersucht. Währenddessen leiten Airlines wie die Lufthansa Chart zeigen oder die Air France Jets mit Flugziel Tokio in den Süden Japans um und nehmen neue Kabinenteams in Korea auf, damit keine Crew in Japan übernachten muss. Doch die brisanteste Fernwirkung der Katastrophe in Japan auf die Weltwirtschaft dürfte in den kommenden Monaten eine ganz andere sein.

Im engmaschigen Netzwerk der globalen Lieferketten, die vom Perlflussdelta in China bis in den Hamburger Hafen reichen, und vom Nordosten Japans bis in bayerische Autofabriken, droht ein Infarkt. Und der könnte die Weltwirtschaft empfindlich treffen - zu einer Zeit, in der die globale Konjunktur nach der stabilen Entwicklung im Jahr 2010 ohnehin schon etwas von ihrem Schwung einbüßt.

Weiterlesen: Fabriknetzwerke

 
   

Abenteuer Reisen 18.11.09

Von Markus Gärtner

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Ein paar Mal noch das Paddel in den ruhigen Pazifik tauchen, dann sind wir im Basislager. Vor uns liegt die Piratenbucht der winzigen De Courcy-Insel vor British Columbias Küste. Ein Geheimtipp unter Kajak-Fans. Nach fünf Kilometern Überfahrt durch die Inselwelt vor Vancouver ziehen wir die acht Kajaks an Land. Wir müssen sie ein ganzes Stück vom Wasser wegschleppen, weil die Flut zehn Meter hoch steigt. Über uns kreisen Adler. Auf einem Fels in der malerischen Bucht döst eine Robbe. Zwischen den algenbedeckten Steinen am Strand graben Waschbären emsig nach Austern.

Weiterlesen: Wildnis mit Sahne

 
 

Börsen-Zeitung 11.11.09

Von Markus Gärtner

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Inflation gravierendes Problem kommender Jahre

gapa news: Herr Faber, Sie beschäftigen sich aktuell mit einigen gravierenden wirtschaftlichen Problemen unserer Zeit: dem Verschwinden freier Märkte, der Dollarschwäche, der massiven Geldschöpfung der Notenbanken. Mit Blick auf 2010, was ist Ihre größte Sorge für die Weltwirtschaft?

Marc Faber: Grundsätzlich sind die Probleme gar nicht gelöst worden, sondern eigentlich nur aufgeschoben. Die Probleme, die wir jetzt sehen, wurden weitgehend von jenen Politikern geschaffen, die heute noch die Wirtschaft steuern, zum Beispiel den Herren Ben Bernanke, Larry Summers und Timothy Geithner in den Vereinigten Staaten. Die haben ja weitgehend zur Krise beigetragen. Und jetzt vertraut

Weiterlesen: Interview mit Marc Faber

 
 

Börsen-Zeitung 28.07.09

Von Markus Gärtner

Ungewöhnliche Kursbewegung der Landeswährung vor offizieller Bekanntgabe von Konjunkturdaten

Insider haben in Kanada wahrscheinlich monatelang auf der Basis durchgesickerter statistischer Informationen aus Behörden illegale Transaktionen am Devisenmarkt getätigt. Schon seit Jahresbeginn vermuten Marktteilnehmer, dass aufgrund undichter Stellen bei Statistics Canada oder vorab informierter Bundesministerien mit Exklusivinformationen über die jüngsten Arbeitsmarkt- und Inflationszahlen satte Gewinne im Handel mit dem Loonie eingestrichen wurden. In dem Marktsegment werden täglich knapp 40 Mrd.

Weiterlesen: Verdacht auf Insiderhandel mit dem Kanada-Dollar

 
 

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